Buddha-Haus-Hospiz e.V.

Sterbebegleitung im Lichte der Buddha-Lehre

Die ersten Schritte

Der Buddha-Haus Hospiz e.V. wurde Ende 2007 gegründet. In der Satzung ist verankert, dass der Verein stets eine spirituelle Leitung haben soll und der Vorstand sich bei wesentlichen Entscheidungen mit dem spirituellen Leiter berät.

Der spirituelle Leiter ist der Ehrwürdige Nyanabodhi, der als Nachfolger der Ehrwürdigen Ayya Khema der Abt des Klosters ‚Metta Vihara‘ sowie der spirituelle Leiter des Buddha-Haus e.V. ist.

Der Verein verfolgt ausschließlich und unmittelbar gemeinnützige Zwecke. Die Gemeinnützigkeit wurde ab 2007 durch das Finanzamt München anerkannt und 2010 bestätigt.

Der Verein verfolgt gemäß Satzung folgende Zwecke:

  1. Förderung des Studiums und der Praxis einer buddhistisch orientierten Sterbebegleitung
  2. Aufbau und Betrieb eines spirituellen Hospizes als eine Stätte, in der Menschen in Würde und Achtsamkeit leben und sterben können
  3. Aufbau und Betrieb eines ambulanten, spirituellen Hospizdienstes
  4. Veranstaltung von Vorträgen, Seminaren, Tagungen und Workshops
  5. Aufbau und Durchführung von Ausbildungen zum spirituellen Sterbebegleiter
  6. Öffentlichkeitsarbeit für den Bereich Tod und Sterben

Die ersten Schritte auf dem Weg zum Verein waren die Gründung der ‘Initiative buddhistische Sterbebegleitung‘ im Sommer 2004 und die Aufnahme der Initiative in den Bayerischen Hospizverband in 2005.

Ab dem Sommer 2006 begannen wir mit der praktischen Arbeit zunächst in Seminaren und Workshops. Die Themen waren ‚u.a. Annehmen der Vergänglichkeit‘, ‚Der edle Achtfache Pfad im Lichte von Alter, Krankheit und Tod‘, ‚Die 10 Vollkommenheiten im Lichte von Alter, Krankheit und Tod‘, ‚Vom Sterben lernen, dem Leben dienen‘ ‚Praxis der Sterbebegleitung im Lichte der Buddha-Lehre‘ und ‚Das spirituelle Testament‘.

Begleitend zu den Seminaren und Workshops wurde Beratung und Hilfe für Menschen angeboten, die schwer erkrankt sind, eine enge Beziehung haben zu einem sterbenskranken Menschen oder in Trauer leben über den Verlust eines nahen Menschen.

Von Mai bis Dezember 2009 wird die erste Ausbildung zum „Hospizbegleiter – Sterbebegleitung im Sinne der Buddha-Lehre“ durchgeführt. Ende 2009 erhalten 20 Teilnehmer das Zertifikat zum Hospizbegleiter. Die Mehrzahl der Absolventen möchte ihre Fähigkeiten in eine Begleitung für Menschen in der letzten Lebensphase einbringen.

Anfang 2010 eröffnet der ambulante Hospizdienst in München. Hospizdienst ...

Von Mai bis Dezember 2011 führen wir mit über 20 Teilnehmern die zweite Ausbildung zum „Hospizbegleiter – Sterbebegleitung im Sinne der Buddha-Lehre“ durch.


Feedbacks einiger Teilnehmer:

„Das Dhamma als immer präsenter Referenzrahmen, das ist mir das Wichtigste. Und: Liebende Güte, Mitgefühl, Mitfreude, Gleichmut: Die Praxis mit der Sangha in der Hospiz- und Sterbebegleitung ermöglichen mir das tiefe Erfahren und Praktizieren dieser vier Qualitäten des Geistes.“

„Ich nehme seit 2006 an den Workshops zur Sterbebegleitung aus buddhistischer Sicht teil. Warum? Ich möchte dem Tod schon jetzt, wo es mir noch gut geht, einen Platz im Leben einräumen, damit er seinen Schrecken verliert, damit ich vorbereitet bin auf Krankheit, Alter und Tod. Und das möchte ich mit Menschen, die am Ende ihres Lebens stehen teilen. Die Gespräche in den Workshops, das Zuhören, das Lesen von Literatur zum Thema, tragen bereits zarte Früchte. Ich freue mich auf die Ausbildung zur Hospitzhelferin. Die Praxis wird dann zeigen, ob ich wirklich der Aufgabe gewachsen bin. Wenn mein Berufsleben zu Ende geht, würde ich gern in der buddhistischen Sterbebegleitung arbeiten.“

„Mich mit dem Thema Sterben, Krankheit und Sterbebegleitung auseinanderzusetzen hat mich als Mensch sehr herausgefordert und wird es weiter tun. Sehr wohltuend und hilfreich in den bisherigen Workshops war dabei die große Offenheit und Ehrlichkeit, mit der in diesem Kreis über so schwierige Themen wie Sterben und Krankheit gesprochen und sich ausgetauscht wurde. Und es war positiv, den mit Humor gepaarten Respekt zu spüren, ohne dass die Schwierigkeiten in der Sterbebegleitung beschönigt wurden. Meine buddhistische Praxis hat dieser Workshop sehr bereichert, und umgekehrt habe ich eine Vorstellung davon bekommen, wie sehr die buddhistische Praxis in der Sterbebegleitung für alle Beteiligten hilfreich sein kann. Sie hilft auch das Engagement des Sterbebegleiters zu tragen und darin eine Balance zu finden, aber als besonders hoffnungsvoll empfinde ich, dass das geplante neue Angebot des Buddha-Haus Hospizvereins so stark dazu beitragen kann, dass aus einem sehr leidvollen Teil des Lebens trotz allem ein sinnerfüllter Lebensabschnitt werden kann.“